Monatsarchiv: August 2013

Fruchtliebe im Glas

Bei meinen Eltern ist das Marmeladenglas auf dem Frühstückstisch Pflicht. Und wie ist man zur Liebe zum Kochen & Backen verführt worden? In dem man früh eingebunden wurde (sei es beim Bohnen schnippeln, Obst pflücken, aufsuchen, Tomatenpflanzen gießen). So entstand auch die Freude am Marmeladenkochen. Meine Mutter machte sich wieder auf den Weg, um Gurken zu pflücken, die dann eingemacht werden sollte. Und auf dem Obst- und Gemüsefeld konnte man nicht nur Gurken pflücken. Es war auch Himbeerzeit. So pflückte & naschte ich die Himbeeren und machte daraus meine erste Marmelade. Und bei dieser einen Marmelade blieb es nicht. Ich experimentiere ganz gerne & so, dass ein oder andere Mal war es auch misslungen. Manchmal sind auch die Variationen für meine Familie zu gewagt, die mögen ganz gerne klassische Erdbeermarmelade, Johannisbeergelee und Mehrfruchtmarmelade. Bei mir darf auch gerne mal ein Schuss Alkohol mit in die Marmelade.

Für meinen „Zusammen frühstückt es sich besser & schöner“-Korb sollte die Marmelade sommerlich fruchtig sein. Dieses Jahr war meine Mama schon fleißig und hatte die Früchte aus den Gärten zu leckeren Marmeladen und Gelees verarbeitet. Also habe ich mich vom Fruchtangebot im Handel inspirieren lassen und packte Birnen, Limetten, Mangos und Pfirsiche in den Einkaufskorb. Daraus entstand Birnen-Mango-Konfitüre und Pfirsich-Sekt-Gelee.

CIMG4792Für die Birnen-Mango-Konfitüre habe ich zwei Limetten ausgepresst und dreiviertel des Saftes in eine große Schüssel gegeben. Dann habe ich ein Kilo Birnen gewaschen, geschält und geviertelt, das Kerngehäuse entfernt sowie in kleine Würfel geschnitten. Das ergab bei mir eine Menge von etwa 750 g Birnenstückchen. Die Birnenstückchen habe ich zu dem Limettensaft in der Schüssel gegeben und gut vermischt, damit sich die Birnenstückchen nicht braun verfärben. Nun wurde die Mango geschält und das Fruchtfleisch mit dem restlichen Limettensaft püriert. Das ergab bei mir 250 g Mangopüree, das ich dann mit dem Gelierzucker zu den Birnenstückchen gegeben und alles gut vermischt habe. Die Masse zudecken und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag habe ich die Konfitürenmasse zum Kochen gebracht und unterständigem Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Schaum habe ich abgeschöpft und dann die heiße Konfitüre in Schraubgläser gefüllt und sofort verschlossen.

CIMG4790Für das zweite Glas Fruchtliebe habe ich 3 kg Pfirsiche in den Dampfentsafter gegeben und 1800 ml Pfirsichsaft erhalten. 600 ml abgekühlter Pfirsichsaft ist dann zusammen mit 200 ml trockenem Sekt in einen großen Kochtopf gewandert. Dann habe ich 500 g Gelierzucker (2:1) und ein Beutel Zitronensäure zugefügt und alles verrührt. Die Masse habe ich unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht und ebenfalls 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Das Gelee wurde dann sofort in Gläser gefüllt..

Man kann den Sekt auch durch trockenen Weißwein ersetzen.

Süße Frühstücksmomente wünscht

das Fräulein vom Amt

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Am vergangenen Wochenende habe ich meine Familie und die lieben Nachbarn am Genuss dieser PAMK-Runde teilhaben lassen. Denn mit Blogs, Pinterest, Instagram können sie doch herzlich wenig anfangen & Liebe geht schließlich durch den Magen. So gab es Juttas Spinatrolle, eine Tomaten-Feta-Tarte (nach dem Tarteletts-Rezept), Käse- und Tomaten-Mozzarella-Spieße. Meine Schwester hat Minze aus ihrem Garten mitgebracht und uns Hugo serviert. Da ich Holunderblütensirup nicht mag, habe ich eine extra Wurst mit meinem Zitronensirup bekommen. Zum Nachtisch gab es die Buttermilchcreme und von Jutta inspiriert ungebackenen kleine Cheesecakes mit Blaubeer- & Himbeersoße. Warum von Jutta inspiriert? Weil in Juttas Tasche drei Lieblingskuchen im Glas waren (u.a. auch ein leckerer Cheesecake). Wir haben ein paar schöne Stunden auf dem Balkon verbracht. Da blieb für die Veröffentlichung der sommerlichen Frühstücksrezepte keine Zeit.

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Es knuspert auf dem Frühstückstisch

Wenn das Frühstück etwas ausgiebiger sein darf oder man Gäste erwartet oder natürlich man sich selbst verwöhnt, dann gesellen sich auf den Frühstückstisch noch Knuspermüsli, Obstsalat und eine Quark-Joghurt-Creme. Im Winter mag ich die schokoladige Granolavariante (die hatte ich ja in meinem adventlichen Frühstückspaket und dabei folgendes PAMK-Rezept abgewandelt) sehr – dann einfach mit einer Banane und Milch. Für das sommerliche Frühstück sollte das Müsli auch knuspern. Beim Stöbern im Internet bin ich bei Maja fündig geworden. Dort hat sie das Rezept für Rachel’s Granola veröffentlicht. Ein bisschen abgewandelt habe ich das Rezept, da ich Sonnenblumenkerne & Leinsamen im Brot zwar mag – im Müsli aber nicht so gern und ich auch keine Pecanusskerne im Laden bekommen habe. Daher sind 150 g gehackte Mandeln, 100 g gehackte Walnusskerne und 50 g Haselnusskerne in meine Variante gewandert. Experimente mit den Nussfrüchten sind also erlaubt. Persönlich hacke ich die Nüsse ja am liebsten per Hand. Ich bilde mir ein, dass die Nüsse dann ungleichmäßiger sind und so ihr Geschmackpotential am Besten entfalten können. Meine Mama meinte dazu nur „Einbildung kann auch eine Bildung sein.“ Die Rezeptmenge reichte bei mir für sechs 450g-Marmeladengläser bzw. ein 1,8 l Glas vom Möbelschweden .

CIMG4787OK – vor lauter Dekoration sieht man von dem Granola selber nicht viel. Bei meiner letzten Frühstückssause sah das Granola so aus:

102Knusprige Genussmomente wünscht das

Fräulein vom Amt

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Wie mein PAMK-Körbchen entstand

Das Motto der diesen PAMK-Sause lautete ja „Zusammen schmeckt es besser„.  Wie wahr! Unverheiratete Frauen wurden ja früher mit Fräulein angeredet – und auch das Fräulein vom Amt bestreitet ihr Leben bislang für sich. Und manchmal bleibt, da bleibt der Antrieb für sich selber etwas Leckeres zuzubereiten auf der Strecke. Aber da arbeite ich dran, denn auch alleine kann man es sich gut gehen lassen & verwöhnen, denn dann schmeckt auch ein Essen nur für sich besser und man zehrt davon länger.

Was schmeckt mir also persönlich in netter Gemeinschaft besser? In meiner Familie ist der Küchentisch ja eine lebendige Tafel und offener Ort. Viele schöne Erinnerungen verbinden sich mit diesem Ort. Doch wenn viele Menschen zusammen kommen, ist es auch schwierig alle zufrieden zu stellen. Ein allseits bekanntes Problem denke ich. Was inzwischen aber zur liebgewordenen Tradition geworden ist, ist das samstägliche Familienfrühstück. Daher gab es ja bereits in der Weihnachtsschickerei von mir ein adventliches Frühstück. Bei unserem Frühstück ist der Tisch nämlich voller Leckereien, so dass sich jeder an dem bedienen kann, was er mag. Was nicht fehlen darf auf dem Frühstückstisch sind selbstgemachte Marmeladen oder auch Gelees. In den Gärten der Familienmitglieder finden sich doch viele Leckereien, die verarbeitet werden wollen. Damit stand der erste Bestandteil meines PAMK-Körbchens fest. Letztes Wochenende habe ich dann wieder bei meinen Eltern verbracht und habe die Temperaturen in der Küche noch weiter in die Höhe getrieben. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder?

Zusammenschmecktsbesser-Frühstück

Zusammenschmecktsbesser-Frühstück

Mein Rezeptheft habe ich in Klarsichtshüllen gesteckt, denn so kann man die Rezepte in der Küche nehmen ohne Angst haben zu müssen, dass man sie versaut. Leider reflektiert dadurch das Rezeptheft. Das Fotografieren und ich – nun ja, dass ist auch so ein eigenes Thema… Ich bewundere ja immer die schönen Bilder der anderen. Meist verbringe ich so viel Zeit in der Küche beim Herstellen und Dekorieren der Leckereien, dass die Zeit für schöne Zeit leider auch auf der Strecke bleibt. Meine Kamera ist auch eine nur einfache Kompaktkamera. Wenn ich mal groß bin, dann möchte ich eine Spiegelreflexkamera haben. Der Mensch soll ja schließlich noch Wünsche haben…

In meinem Frühstückskörbchen für Jutta waren:

– Rachel’s Granola

– Chai-Sirup

– Birnen-Mango-Konfitüre

– Pfirsich-Sekt-Gelee

– Vanille-Nuss-Honig

– Backmischung für Blitzbrötchen

– Haselnuss-Schokoladencreme

– Rezeptheftchen

– Filzglückskekse

– Zitronensirup.

Bei Instagram konnte man verfolgen, dass einige PAMK-Teilnehmer sich im Vorfeld mit Dekomaterialien ausgestattet haben.  Ich bin diesmal einen anderen Weg gegangen. In den Runden zuvor habe ich auch neue Stempel bei Casa di Falcone und bastisRIKE bestellt. Bei IKEA oder Gläser & Flaschen Gläser, Flaschen, Stoff u.ä. besorgt. Diesmal habe ich mir selbst auferlegt, die Geschenke in zu Hause vorrätige Gläsern & Flaschen zu füllen und mit vorhandenen Dekomaterialien zu verschönern. Als Sammlerin und Horterin waren auch noch genügend Aufkleber, Servietten, Spitzenpapierdeckchen vorhanden. Und meiner Schwester sei DANK auch Tonpapier und Tonkarton. Ich habe mich letztens nämlich von meinem Tonpapier und -karton getrennt & es meiner Schwester mitgegeben. Ein Teil wurde weiter verschenkt und aus einem Teil stanzte ich dann Papieranhänger aus. Nach fünf PAMK-Runden hat man selber ja auch so einiges beim Thema Dekorieren der Köstlichkeiten dazu gelernt & lernt weiterhin dazu. Diesmal: Dekoriere die Geschenke bevor sie in den Kühlschrank kommen, denn danach halten die Aufkleber auf der Glasfläche leider nicht so gut. Außerdem hat man so seinen eigenen Stil entwickelt.

Sofern ich es nicht vergesse, lege ich meinem Päckchen immer einen Filzglückskeks bei. Die sind einfach schnell selbstgemacht. Wer es nachmachen will, findet hier eine Anleitung. Ich nehme inzwischen den Filz in zwei unterschiedlichen Farben, da mich persönlich die Variante Filz & Stoff nicht so überzeigt hat. Wenn man die Filzkekse noch nicht umgekrempelt hat, kann man sie auch platzsparend vorrätig halten, denn sie sind eine schöne Geschenkidee. Ich habe bei einer Hochzeit z. B. bereits eine kleine Truhe mit Glückskeksen mit Liebesbotschaften & Geld gefüllt und damit viel Eheglück gewünscht.

Daneben habe ich mich inzwischen dazu entschieden, die Rezepte mit Hand zu schreiben und beizulegen. Ich persönlich kann so mehr von mir einbringen, als mit abgetippten Rezepten. Nun ja ich bin keine begnadete Gestalterin am PC und würde die Rezepte und Anhänger nicht so schön hinbekommen wie meine PAMK-Tauschpartnerin aus der Weihnachtsschickerei Julia. Wie schön die Leckereien von Julia aussahen seht ihr hier. Aber so hat halt jeder seine eigenen Fähigkeiten und Talente.

Nach der schwarz-weißen Weihnachtsdeko wurde die Verpackung diesmal in schwarz, weiß, grau und rot gehalten. Und das Ergebnis ist echt total schön geworden – wer hätte vermutet, dass die Vorräte so viel geboten haben. Auch das ist ein Lernerfolg dieser Sause, denn ich kaufe mir persönlich oft schnell einfaches etwas Neues & hätte zu Hause noch etwas, dass sich dafür genauso gut geeignet hätte. So sammelt und sammelt man und häuft Sachen an, die leider vergeblich auf einen weiteren Einsatz warten.

Das Körbchen passt ehrlich gesagt nicht zu meiner Auferlegung, aber ich fand es so bezaubernd & wenn das Paket auf Reisen gegangen wäre, hätte ich ja auch Portokosten bezahlt…

Die Rezepte werde ich nach und nach veröffentlichen. Denn nun werde ich diesen schönen Sonntag genießen.

Viel Spaß beim Zubereiten, Verpacken und Verschenken

wünscht das Fräulein vom Amt

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